Törnbericht 7

Von: Kanape

Crew: Karen und Peter

Ab 4. Juli

 

Wir erfuhren dass abends noch ein Freischleppversuch durch den Rettungskreuzer erfolgen sollte.

 

Gegen 22.00 Uhr wurde eine Leinenverbindung zum Havaristen hergestellt und die Besatzung der Yacht versuchte mit dem verlängerten Großfall von der Mole aus das Schiff zu kränken.

 

Der Kreuzer ging auf Zug, das Seil spannte sich, die Motoren brüllten, aber der Havarist rührte sich nicht vom Fleck. Es wurde von verschiedenen Positionen versucht, und endlich, nach über einer halben Stunde ohne Erfolg, kam Bewegung in die Yacht. Mit lautem Scheppern und Krachen wurde sie langsam über die Felsen ins tiefere Wasser gezogen. Ein letzter Ruck und gegen 23.30 Uhr war die Yacht wieder frei. Auf der Mole hatte sich eine Schar Neugieriger angesammelt die jetzt laut Beifall klatschte.

 

Weil es hier in Lieckershamn keine Möglichkeit gab sie an Land zu setzen wurde die Yacht noch in der Nacht in den nächsten Hafen geschleppt.

 

Und das alles bei einem fantastischen Sonnenuntergang, fast so schön wie in einem Pilcher Film.

 

Für den nächsten Tag hatten wir die Weiterfahrt geplant, aber morgens war wieder dicker Nebel.

 

Als es gegen Mittag nicht besser wurde, beschlossen wir es trotzdem zu wagen, schließlich haben wir GPS und einen Kartenplotter.

 

In dem Moment als wir ablegten konnten wir nicht mal unsere Molenspitze sehen. Langsam tasteten wir uns zur Hafenausfahrt und da stand doch tatsächlich eine Yacht im dicksten Nebel und fand erst durch unser Erscheinen die Lücke. Am liebsten wären wir wohl umgekehrt, aber die Blöße wollten wir uns nicht geben und so tuckerten wir langsam die ersten Meilen raus auf die See. Schemenhaft tauchte dann noch eine kleine Yacht auf und verschwand gleich wieder in dieser undurchsichtigen Brühe. Im freien Wasser nahmen wir langsam Fahrt und Kurs auf und tuteten alle paar Minuten mit unserem Nebelhorn. Aber so angestrengt wir auch hörten, keine Antwort, es war gespenstisch still. Durch das angestrengte Hören und Sehen waren die Nerven angespannt und die sonst eher lockere Stimmung bei uns an Bord war einer angespannten Stille gewichen. Nach ungefähr 2 Stunden kam eine leichte Brise auf und die Sicht wurde besser dann verschwand der Nebel ganz und wir konnten sogar noch Segel setzen und die alte Leichtigkeit war sofort wieder da.

 

Um 18.30 liefen wir in Farösund Marina ein und hatten einen ereignisreichen Tag hinter uns.

 

Hier in der Gegend gibt es einiges zu sehen und große Wäsche ist auch mal wieder angesagt.

 

Und faulenzen wollen wir eigendlich auch mal.

 

Bis zum nächsten Bericht grüßt

 

Die Kanape-Crew

 

Karen und Peter

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